Endodontie

Endodontie bezeichnet die mit dem Ziel der Zahnerhaltung durchgeführte Behandlung der Wurzelkanäle eines Zahns. Die Zähne besitzen in ihrem Inneren einen Hohlraum, der die sogenannte Pulpa (Zahnmark – bestehend aus Nerven, Blutgefäßen und Bindegewebe) enthält. Kommt es zu einer Beschädigung des Zahnes, meist durch eine tiefe Karies, gelangen die Bakterien in das Zahnmark und zerstören das vorliegende Gewebe. Verbreiten sich die Bakterien weiter, so lösen diese zusätzlich eine Entzündung des Kieferknochens um die Wurzelspitze aus. Diese Entzündung führt zu einem schleichenden Knochenabbau, der meist symptomlos für den Patienten verläuft. Die dabei durch die Bakterien produzierten Stoffwechselprodukte können sich im Körper verbreiten und gravierende Schäden verursachen.

Das Ziel einer jeden Wurzelkanalbehandlung ist die mechanische und chemische Reinigung des Wurzelkanalsystems von Bakterien und abgestorbenem Gewebe. Anschließend erfolgt die Wurzelfüllung, die das Wurzelkanalsystem bakteriendicht verschließt. Somit wird die Ausbreitung der Bakterien in den Kieferknochen verhindert, bzw. eine bereits bestehende Entzündung an der Wurzelspitze zum Ausheilen gebracht. Um die Erfolgsaussichten der Behandlung zu maximieren, führen wir sie mit modernsten Instrumenten, Materialien und Hilfsmitteln nach innovativen, dem Stand der Wissenschaft entsprechenden Methoden durch. Der Einsatz hochauflösender Lupen oder eines OP-Mikroskops mit seiner starken Vergrößerung (über 40-fach) ist eine unverzichtbare Hilfe in der modernen Endodontie.

Auch wenn die Kosten für eine endodontische Behandlung, durch die speziellen Hilfsmittel und den erhöhten Zeitaufwand, zunächst hoch erscheinen, ist diese im Vergleich zu einer Alternativversorgung (Implantate oder Brücken) die deutlich kostengünstigere und schonendere Behandlung. Sie sollte daher immer das Mittel der ersten Wahl sein.